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Jesus-Konferenz 2004 in Krelingen

Fröhliches Fest der Kinder Gottes

Walsrode / Krelingen  -  Bis zu 800 Dauer- und Tagesteilnehmer feierten vom 11. bis 14. November in Krelingen ein fröhliches Fest des Glaubens. Im Mittelpunkt der Konferenz stand die Botschaft vom Reich Gottes. Leidenschaft für Jesus wurde proklamiert und praktisch eingeübt. Mit Spaß und Begeisterung sangen die Teilnehmer „Halleluja – der Allmächtige regiert“, begleitet von Marion Warrington (Jugend mit einer Mission, Hurlach). Die Jesus-Konferenz nahm Elemente früherer Tagungen von „Gemeinde und Charisma“ auf, bezog aber weit mehr Menschen ein, als allein charismatisch geprägte Christen.

Der Veranstalter, die Geistliche Gemeindeerneuerung (GGE), eine Initiative im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden, wollte nicht allein die Geisterfahrung betonen, sondern steht zum Beispiel auch für die Erneuerung der Gemeinde aus dem Wort Gottes. „Für mich ist das eine geistliche Tankstelle“ sagt Johannes Fähndrich (Pastor im GJW Mecklenburg-Vorpommern und Gemeinde Neustrelitz). Wie ihm ging es vielen, die mit großen Erwartungen aber auch einer fröhlichen Gelassenheit in der Glaubenshalle des Geistlichen Rüstzentrums zusammenkamen. Die im Oncken Verlag erscheinende Edition GGE fand mit ihren drei ersten Titel großen Anklang (Bettina Lohaus, Beten überwindet, Horst Stricker, Wie sollen wir denn leben? Heinrich Christian Rust, Wie unser Christsein neu werden kann). Zufrieden war aber nicht nur der Oncken Verlag, sondern auch die Organisatoren. Sie freuten sich über die große Teilnehmerzahl. So konnte die Konferenz sich finanziell selbst tragen, ohne Zuschüsse zu benötigen. Volker Steffen (Petershagen) war als Leiter der Geschäftsstelle der GGE verantwortlich für die Organisation. Sein Fazit: „Ich bin sehr dankbar, dass so viele Geschwister das Angebot angenommen haben und dass wir miteinander erleben, dass Jesus hier gegenwärtig ist“ und er ist sich sicher: „Viele wollen umsetzen, was sie hier in der Gegenwart Gottes erfahren haben.

Auch wenn die Teilnehmer vor allem die festlichen Elemente der Tagung genossen, fanden auch  die Referate aufmerksame Zuhörer. Auffallend: Das mit Abstand bestbesuchte Seminar hatte das Thema Heiligung. Die Referenten waren Horst Stricker (Kempten) und Michael Schubach (Freiberg in Sachsen). Stricker warnte davor, den Kampf gegen die Sünde aufzugeben. Er wünschte sich eine Rückkehr zu biblisch verbindlichen Werten. Er begrüßte die gegenwärtige Bewegung unter den Christen in den USA, christlichen Werten mehr öffentlich Geltung zu verschaffen. Schuhbach warnte davor, in der Beachtung der Gebote Gottes Selbstbestätigung zu suchen. Vielmehr sei die Erfahrung der Liebe Gottes die Grundlage, die Gebote zu halten. Außerdem besonders gut besucht war das Seminar zum Gebet mit Bettina Lohaus. Hier konnte auch praktisch umgesetzt werden, was man im Vortrag gehört hatte. Teilnehmer trugen ihre Anliegen zum Kreuz und hefteten Notizzettel an das Holz.

Michael Borkowski (Hannover) führte die Teilnehmer gedanklich in die Welt der Offenbarung, in der die Herrschaft Christi beschrieben wird: „Seit es die Geschichte des Lames Gottes gibt, hast Du keinen Grund und kein Recht irgendeinen Menschen, deinen Partner, deine Gemeinde oder dein Volk aufzugeben. Auch das eigene Leben dürfe man nicht aufgeben.“ Borkowski, Geschäftsführer des Evangelisch-Freikirchlichen Sozialwerkes Hannover, rief dazu auf, die eigene Berufung anzunehmen. Gott suche Botschafter der Gnade für Israel, zum Beispiel in der Mitarbeit bei Dienste in Israel. Weiter forderte er auf, in der eigenen Gemeinde dienend mitzuwirken. Als Botschafter der Gnade in der konkreten Gemeinde zu wirken, könne die Kräfte Gottes freisetzen. Nicht zuletzt ermutigte er, für einen einzelnen Menschen die Gnade Gottes zu verkörpern. Christen sind privilegierte Menschen, weil sie die Gnade Gottes erfahren haben. Es folgte ein  Aufruf, die Berufung fest zu machen, Nahezu 100 Teilnehmer stellten sich dieser Herausforderung und ließen sich segnen.

In weiteren Referaten waren Stefan Vatter (Pastor in Kempten), Ingolf Ellßel (Präses des Bundes Freikirchlicher Pfingstgemeinden), Keith Warrington (Hurlach), Ortwin Schweitzer (Stetten bei Stuttgart) und Heinrich Christian Rust (Braunschweig) an der Konferenz beteiligt. Nicht alles fand ungeteilte Zustimmung. So wurde von manchen Teilnehmern kritisiert, dass Ellßel neben der Rettungstat Jesu dessen Verheißung von Heilungen sehr stark betonte. Überrascht waren einige, als am Ende des Gebetsabends mit Ortwin Schweitzer die Nationalhymne angestimmt wurde, um die geistliche Verantwortung für Deutschland zu unterstreichen.

In Sprachengebeten und prophetischen Bildern wurde die Größe Gottes zum Ausdruck gebracht. „Der Herr ist gut zu uns und die Herrlichkeit des Herrn erfüllt den ganzen Tempel“ war Inhalt eines prophetischen Beitrages. Mit der Weitergabe innerer Bilder wurden die Teilnehmer aufgefordert, Heilungen zu erwarten. Auffallend war, wie viele Konferenzteilnehmer die Gelegenheit zur Segnung und Fürbitte in Anspruch nahmen. Hier schien die Tagung einem breiten Bedürfnis zu entsprechen, das möglicherweise in den Ortsgemeinden nicht ausreichend befriedigt wird.

Sehr zufrieden zeigte sich am Ende einer der Hauptreferenten, Heinrich Christian Rust: „ Da wo wir von uns selber wegsehen und neu zu Jesus aufschauen, da entsteht Leidenschaft. Eine geistliche Erneuerung im Bund wächst dort, wo wir uns nicht immer und immer wieder selber zum Thema machen, sondern wo wir danach fragen, wie sich das Reich Gottes in unseren Familien, in unserem Alltag, an unseren Arbeitsstellen und in dieser Welt ausbreitet.“

Er hatte in seiner Abschlusspredigt deutlich gemacht, dass Eifer allein noch nicht ausreicht, wenn es in unserem Leben, unseren Gemeinden und unserer Bundesgemeinschaft zu einer geistlichen Belebung kommen soll: „ Manche Gemeinden bringen Stunden in Sitzungen und Foren zu, um die Strukturen und das äußere Erscheinungsbild zu bessern. Es gibt sehr viel Fleiß und Eifer in unseren Gemeinden. Aber vielleicht stehen auch einige Gemeinden kurz vor einem Gemeindeinfarkt. Was wir brauchen ist nicht mehr Leidenschaft für Jesus, sondern mehr Leidenschaft von Jesus.“ Sowohl Hans-Dieter Feisthauer (Braunschweig) als auch Regina Claas (Elstal) haben zeugnishaft berichtet, wie wertvoll die Konferenz für sie persönlich war und wie wichtig sie diese Konferenz auch für unsere Bundesgemeinschaft halten.

Für das kommende Jahr plant der Leitungskreis der GGE regionale Aktivitäten und eine Unterstützung der Kampagne missionarisch leben des Bundes. 3400 Euro wurden in einer Sammlung für den Jesus-Tag in Berlin zusammengelegt, der im September in Berlin stattgefunden hatte.

Kassel, 18. November 2004
Klaus Rösler