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Sa 14.04.18
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heinke hitzblechGott zwischen gestern und morgen

Der Urlaub geht zu Ende, die Koffer sind ausgepackt. Alle wichtigen Ereignisse bei Facebook dokumentiert? Oder ein Fotobuch in Arbeit? Und überhaupt – wo geht es im nächsten Urlaub hin?

Ja, es gibt diese Highlights im Leben. Wir brauchen es auszuspannen. Schöne Erinnerungen stärken uns.
Aber dazwischen ist nun mal wieder Alltag. Grauer Alltag? Alltags-Wüste?

Auch im Glauben gibt es solche High-Erlebnisse. Gottes-Erfahrungen, von denen wir zehren. Die Menschen des Alten Testaments hätten in solchen Situationen wohl einen Altar gebaut, um sich immer wieder an solche stärkenden und beflügelnden Gottes-Erfahrungen zu erinnern. Aber es gibt eben auch den Glaubens-Alltag. Wenn nichts Besonderes passiert. Wenn die große Gebetserhörung ausbleibt, das Bibellesen keine tiefschürfenden Impulse bringt, die Arbeit in der Gemeinde mühsam erscheint. Ach, wann ist denn endlich die nächste tolle Konferenz, bei der ich auftanken kann und einen inspirierenden Redner hören …?

In diesem Übergang von der Ferienzeit zum Alltag fällt mir ein alter Psalmvers ein: „Heute, wenn ihr seine Stimme hört, verhärtet euer Herz nicht!“ Oder mit etwas mehr Zusammenhang in einer neueren Übersetzung: „Er ist unser Gott, und wir sind sein Volk. Er sorgt für uns wie ein Hirt, er leitet uns wie eine Herde.
Heute gilt es! Hört, was er euch sagt: ‚Seid doch nicht so starrsinnig wie eure Vorfahren damals in Meriba oder an dem Tag von Massa in der Wüste!‘“ (Psalm 95,7+8)

Heute gilt es! Stärkende Erfahrungen in der Vergangenheit sind ein Schatz. Highlights am Horizont können motivieren. Aber der eigentliche Ort der Gottesbegegnung ist HEUTE. Mitten im Alltag. Mitten in dem, was sich manchmal anfühlt wie Wüste. Die Ortsnamen Massa und Meriba stehen für Mangel, für Versorgungsengpässe, für Versuchung und Prüfung, für Streit und Unzufriedenheit (nachzulesen in Exodus 17,1-7). Gerade in diesen Situationen stellt sich die Frage: Ist Gott nun da – oder doch nicht? Ist er ein Hirte, der versorgt – oder lässt er uns im Stich? Die alten Erfahrungen der Israeliten machen deutlich: Gottvertrauen ist nicht selbstverständlich. Wenn es eng und knapp wird, wenn etwas fehlt, wenn Unzufriedenheit das Konfliktpotential steigen lässt, dann ist es ganz schnell passiert, dass wir dicht machen für Gott. Dass wir ihn reduzieren auf unsere Möglichkeiten und Horizonte. Uns nicht mehr öffnen können für das Wunder.

Heute gilt es! Gerade der Alltag ist Testfall für den Glauben. Eben trotz allem nicht dicht zu machen, sondern ansprechbar zu bleiben. Mit Gottes Möglichkeiten zu rechnen und die kleinen und großen Wunder wahrzunehmen. Gerade heute. Denn Gott ist gegenwärtig – ein Gott der Gegenwart.

In diesem Sinne: Gesegneten Alltag!

Heimke Hitzblech, Patorin der EFG Grundschöttel