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GGE-Leiterschaftskonferenz: Man kann den anderen nicht glücklich machen

Braunschweig – Viele Ehepaare spielen auch in bewusst christlich geführten Ehen Rollen „wie im Theater“. „Sie machen sich so gegenseitig abhängig, manipulieren sich und verkrümmen dabei.“ Auf diese Fehlentwicklung wurde auf der Leiterschaftskonferenz der Geistlichen Gemeinde-Erneuerung (GGE) im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (Baptisten- und Brüdergemeinden) vom 24. bis 27. Januar in Braunschweig hingewiesen.

Das Referentenehepaar Gerti und Diethelm Strauch (Solingen) wies dabei die weit verbreitete Anschauung als falsch zurück, dass es die Aufgabe des jeweiligen Ehepartners sei, den anderen glücklich zu machen. „Ich übernehme Verantwortung für etwas, was mir nicht zusteht“, sagte Diethelm Strauch, der zusammen mit seiner Frau die aus dem Bund Freier evangelischer Gemeinden hervorgegangene überkonfessionelle „standUp-Gemeinschaft“ leitet. Wie in Beziehungen unter Alkoholikern übernehme man auch in einer Eher wechselnde Rollen in einem „Drama-Dreieck“, entweder als schwaches und hilfsbedürftiges „Opfer“, als starker „Retter“ oder als „Verfolger“, der auf Situationen mit Druck und Vorwürfen reagiere. Sie selber hätten 25 Jahre in so einer Beziehung gelebt und dabei im Miteinander eine zunehmende Leere festgestellt. Eine solche Haltung habe auch Folgen für den Glauben: „Wir können Jesus nicht richtig nachfolgen, wenn wir anderen gegenüber abhängig sind.“ Solche „verkrümmten Menschen“ dienten „falschen Götzen“ und könnten auch nicht wirklich Gottes Willen tun. Nach Einschätzung der beiden Referenten würden solche Abhängigkeiten oft über Generationen hinweg entwickelt und weitergegeben. Auch außerhalb einer Ehe prägten sie oft das Miteinander in Gemeinden und Gruppen. Statt eine solche Rolle zu spielen, gelte es von Jesus Christus zu lernen. Er sei ein Beispiel für unverkrümmtes Christsein. Mehr als die Hälfte der 550 Tagungsteilnehmer bekundeten durch Aufstehen den Wunsch, mit Gottes Hilfe aus dem „Drama-Dreieck“ ausbrechen zu wollen.

Die Baptistenpastorin Margret Meier (Kelkheim) verwies auf die Lebenssituation von Alleinlebenden. In christlichen Gemeinden fühlten sie sich oft missverstanden und an den Rand gedrängt, weil die Familie zum Ideal erhoben werde. Die Theologin zeigte sich davon überzeugt, dass auch Alleinlebende ein sinnvolles und erfülltes Leben führen könnten. Ein Leben allein könne viele positive Aspekte haben, etwa: „Ihr könnt mit Eurem Geld machen, was Ihr wollt.“ Auch Streit und Spannungen mit dem Partner gebe es nicht. Wer sich jedoch nach einem Partner sehne, solle die Hoffnung nicht aufgeben, einen solchen Partner zu finden. Weil es in christlichen Gemeinden grundsätzlich einen Frauenüberschuss gebe, gelte es gezielt dafür zu beten und zu arbeiten, dass Männer Christen würden. Es sei eine „Frage der Liebe“, dass verheiratete Männer sich darum kümmerten, dass ihre Freunde „Jesus Christus und den Weg zur Gemeinde finden“.

(„Die Gemeinde“ 30.01.2007)